Lebe die Jahreszeiten, wie sie kommen. Atme ihre Luft, trinke ihre Getränke, schmecke ihre Früchte und überlasse Dich ihren Einflüssen. Lass sie dein einziger Diättrunk, deine Kräutermedizin sein.

(Henry David Thoreau, Notes on Fruits)

Eine kleine musikalische Einstimmung ins Thema

Die Ernährung im Frühling

Quelle: fotolia

Im Frühling befreit sich die Natur regelrecht. Die im Winter gespeicherte Energie kann sich wieder entfalten. Die Kraft des dynamischen Holzelementes sehen wir wenn die Pflanzen die Erde durchbrechen und die Natur in ein Meer von verschiedensten Grüntönen verwandeln. Bunte Blüten setzen weitere Farbtupfer. Wir selbst fühlen uns nach einem langen dunklen Winter oft träge durch das viele üppige Essen mit seinem hohen Anteil an tierischem Eiweiß und Fett. Wenn wir nicht dazu gekommen sind, uns im Winter selbst zurück zu nehmen, überfällt uns die Frühjahrsmüdigkeit. Aber mit den längeren Tagen und dem Vogelgezwitscher kommen wir aus diesem Tief schnell heraus.

Das Essen im Frühling ist geprägt durch bewegende und leichte Nahrungsmittel mit leichten Garmethoden. Die Frühlingsküche ist die leichteste der jahreszeitlich verschiedenen Ernährungsvarianten.

Nahrungsmittel im Frühjahr sind:

- Kräuter: Kerbel, Petersilie, Löwenzahn, Bärlauch, Sauerampfer
- knackige Salate
- Blattspinat
- Radieschen
- Rettich
- Kohlrabi
- frische Sprossen
- Spargel
- Rhabarber
- Erdbeeren
- Weizen, Dinkel und Grünkern wirken besonders gut auf die Organe des Holzelementes (Leber und Galle)

Wer sich allzu schwer fühlt erleichtert sich auch gerne mit einer Getreidekur.

Wipfelstürmer

Mit Gezwitscher, wirr bis leicht erregt
wird rasch flatternd das Geäst belebt.
Nicht wählerisch und auf der Suche -
in Liguster, Eibe und Hainbuche.

Frühling will sein Talent auftischen
mit Laute, die den Geist erfrischen.
Schließe die Augen zum Genuss …
und spür’ den wahren Frühlingsgruß.

In Wipfeln trifft sich mit Gemenge
- Wärme suchend, liebend Enge -
ein Verbund, der Laune macht –
… das Herz erfreut, bis dass es lacht!

Ihr seid willkommen, jederzeit!
Ich leb’ mit eurer Lebendigkeit.
Glücklich der, der Schönes sieht -
… der Leben lebt und Leben liebt!

Dieses Gedicht stammt von Monika Hoesch. Mehr über sie finden Sie auf Ihrer Homepage: http://www.hoeschstpersoenlich.de/

Tipps für die Sommerernährung

Die 5-Elemente-Ernährung im Sommer

Sommerliche Schwüle, zunehmend heiße Tagen mit häufigen Gewittern begleiten uns in den nächsten Wochen. Nach der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) gehört der Sommer zum Element Feuer. Die Pflanzen reifen nun und Blumen oder Früchte entwickeln sich in großer Fülle.

Die Fülle können wir uns zunutze machen, wenn wir uns gemäß der 5-Elemente-Lehre der sommerlichen Jahreszeit entsprechend ernähren, um das Gleichgewicht der Energien zu unterstützen.

Zum Element Feuer ordnen wir neben der Jahreszeit „Sommer“ auch noch weitere Eigenschaften, Organe und Emotionen:

Farbe: rot
Klima: Hitze
Organe: Herz und Dünndarm
Geschmack: bitter
Emotion: Freude

Im Sommer zu empfehlen:

- Leicht verdauliche Kost,
- wenig ölige, fettige Speisen
- ein höherer Anteil von Obst und Gemüse aus der Region
- Bittere Blattsalate
- Rohkost (in kleinen Mengen)
- kurz blanchiertes Gemüse
- viele frische Gartenkräuter

Sie passen zur Leichtigkeit und Heiterkeit des Sommers.

Eisgekühlte Getränke oder Speiseeis sollte man nur in sehr kleinen Mengen und mit Genuss zu sich nehmen.

Man sollte unbedingt darauf achten, den Verdauungstrakt nicht zu sehr abzukühlen!!!! Sonst hat das unangenehme Bauchschmerzen oder Durchfälle zur Folge.  Die Lust auf Kühles und Süßes lässt sich auch wunderbar mit Obst und Joghurt stillen!

Auf  www.5-elemente-ev.de  finden Sie 5-Elemente-Rezepte nach Jahreszeiten geordnet, weitere Ernährungstipps u.v.m.

Ernährung im Herbst (Metallelement)

Quelle: fotolia

Sie haben es auch schon gemerkt? Die Abende werden wieder länger, Blätter verfärben sich bereits. Der Herbst kommt! Es ist Kuschel- und Kerzenzeit!

Wie bei den Bäumen und Pflanzen ziehen sich auch im menschlichen Organismus die Säfte zurück und Haut und Schleimhäute neigen zu Trockenheit. Dies äußert sich durch trockenem Husten oder Verstopfung. Da wundert es nicht, dass die zum Metallelement gehörenden Organe Lunge, Haut und Dickdarm sind.

Deswegen treten auch gerade im Herbst Erkältungskrankheiten besonders häufig auf. Sie wappnen sich daher im Herbst am besten, wenn Sie wärmende und neutrale Nahrungsmittel aus dem Metallelement wie z.B. Lauch, Rettich oder Reis zu sich zu nehmen. Weiße Gemüse wie Fenchel, Kohlrabi, Blumenkohl und Schwarzwurzeln stärken und schützen die Metallorgane Der Eiweißanteil der Speisen kann jetzt durch Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte und Nüsse im Vergleich zum leichten Sommer erhöht werden, und kräftige Suppen und Eintöpfe bieten eine nahrhafte Grundlage, um widrigen Witterungsbedingungen zu trotzen. Wärmende Speisen bereiten den Körper außerdem auf die kalte Jahreszeit vor und stärken die Abwehr. Sie sollte einerseits die Säfte von Lunge und Dickdarm nähren, damit die Schleimhäute auftanken können und andererseits das Nieren-Yang und das Lungen-Qi stärken.

Ist die Erkältung nicht mehr zu vermeiden, hatten schon unsere Großmütter das beste Hausmittel: Die Hühnersuppe (siehe Rezeptteil)! Eine Erkältung muss raus! Und was ist schweißtreibender als eine heiße scharfe Suppe? Aus Sicht der chinesischen Medizin wird so die eingedrungene Kälte nach außen über die Haut ausgeleitet.

Sorgen Sie gut für sich! Achten Sie darauf, dass Sie nicht frieren müssen. Als Kleidung eignet sich der Zwiebellook jetzt am besten, falls es doch noch einmal über 20°C geht… Dann können Ihnen die Huster und Nieser dieser Welt gestohlen bleiben.

Der Chinese sagt nicht: „Du hast mich angesteckt“, sondern „Ich habe eine Tür offen gelassen“! Halten Sie Ihre Türen zu!

Der Winter

Ein Spaziergang in Woffelsbach (leider nicht bei Vollmond)

Erinnern Sie sich noch an Ihren letzten Spaziergang in einer schneebedeckten Landschaft bei Vollmond? Der Schnee hüllt die Landschaft ein und glänzt im Mondlicht. In dieser Zeit mit unserer schwarzen Labradorhündin Annie spazieren zu gehen, ist ein Genuss, weil man sie dann besonders gut beim Flitzen im weißen Schnee bewundern kann, während einem die Kälte um die Nase streift und man den Kragen noch höher schlagen möchte. Der Schnee knirscht und sonst ist es ganz still. Man könnte diesem Zauber verfallen, wenn es nicht so kalt wäre...

Also schnell wieder ins Haus, wo eine heiße Suppe wartet.

In unserem kalten Winter sind sehr lang gekochte Speisen eine geeignete Kochmethode, um den Körper zu wärmen und zu stärken. Sehr gut geeignet sind dafür stundenlang gekochte Kraftbrühen von Gemüse, Huhn oder Rind. Nach dem Kochen lässt sich die Brühe mit Miso, Sojasauce und frischem Gemüse verfeinern.

Zum Wasser-Element gehört der salzige Geschmack. Salz weicht auf, löst Schleimansammlungen auf und führt ihn ab. Zuviel Salz dagegen bewirkt das Gegenteil. In Verbindung mit Wasser wirkt Salz auf Nieren und Blase, fördert die Harn- und Stuhlausscheidung und regt die Milz und die Feuchtigkeitsproduktion im Körper an.

Neben Hülsenfrüchten (hochwertige Eiweißlieferanten) sind Algen, vor allem Salzwasseralgen (wegen ihres hohen Mineralgehaltes) sehr empfehlenswert im kalten Winter. Regelmäßig kleine Mengen von Algen helfen den Säure-Basen-Haushalt auszugleichen und haben eine stark reinigende und entgiftende Wirkung. Sie binden Schwermetalle im Körper und leiten beispielsweise Amalgamablagerungen aus.

Sehr empfehlenswert ist im Winter: alles Suppige, Flüssige wie z. B. Eintöpfe; Einweichen, Wässern und im Wasserbad kochen.

Wenn der Ozean dich ruft, vertraue ihm.
Spring hinein und löse dich in ihm auf.
(Osho)