Das richtige Fett!
Seit Jahrzehnten wird uns vorgehalten, wie ungesund eine fettreiche Ernährung ist. Fette gehören neben den Kohlenhydraten und Eiweißen zu den Hauptnährstoffen unserer Ernährung und übernehmen wichtige Aufgaben im Organismus. Die meisten Menschen verbinden mit Fett lediglich den Begriff Energielieferanten und jener Nährstoff , der unser „Hüftgold“ wachsen lässt. Fett dient neben der Energiegewinnung auch als Transport- und Lösungsmittel für die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Gleichzeitig wird Fett benötigt für den Zellaufbau, zur Herstellung von Hormonen und ist Lieferant der essenziellen Fettsäuren. Essenziell heißt lebensnotwendig, der Körper kann sie nicht selbst herstellen und deshalb müssen die essenziellen Fettsäuren täglich zugeführt werden.
Fett ist nicht gleich Fett. Schließlich findet man Fett in fast allen Lebensmitteln, ob Fleisch, Käse, Wurst, Getreide und auch Gemüse. Nicht entscheidend ist die Menge ob ein Fett gesund oder ungesund ist, sondern die chemische Struktur.
Man teilt die Fette gern in 3 Gruppen ein:
Gesättigte Fettsäuren:
Vorwiegend enthalten in z.B. Butter, Käse, Fleisch, Wurst, Vollmilch, Joghurt, Schmalz, Kokosfett….
Einfach ungesättigte Fettsäuren:
Vorwiegend enthalten in z.B. Oliven, Raps, Nüssen, Avocados und deren Öle
Mehrfach ungesättigten Fettsäuren:
Vorwiegend enthalten in z.B. Fischen, Walnüssen, Rapsöl, Leinöl, Weizenkeimen, Algen, Leindotteröl….
Für unseren täglichen Fettbedarf sollten wir den mehrfach ungesättigten Fettsäuren (essenziellen Fettsäuren) verstärkt Aufmerksamkeit widmen. Die wichtigsten Vertreter dieser Fettsäuren sind die Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren.
Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren im Verhältnis 1:5 täglich zu sich zu nehmen.
Omega-6 Fettsäuren sind vorwiegend in pflanzlichen Ölen, wie z.B. Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl, Maiskeimöl, Distelöl, Traubenkernöl... enthalten. Omega-3 Fettsäuren dagegen findet man hauptsächlich in Seefischen, aber auch in pflanzlichen Ölen, wie z.B Raps-, Lein-, Leindotter- und Sojaöl.
Am einfachsten lässt sich der Bedarf an Omega-3 Fettsäuren decken durch den Verzehr von Seefisch. Allerdings ist Fisch nicht bei allen Menschen gleich beliebt. Daher empfiehlt es sich auch hochwertige pflanzliche Öle zurück zugreifen um den Bedarfsempfehlungen lt. DGE gerecht zu werden.
Augen auf beim Einkauf!
- Kaufen Sie kalt gepresste Öle aus ökologischen Anbau in dunklen Flaschen, da die ungesättigten Fettsäuren licht- , hitze- und sauerstoffempfindlich sind
- Verzichten Sie auf raffinierte Öle und Fette
- Vermeiden Sie Lebensmittel die gehärtete Fette enthalten, denn bei der Fetthärtung entstehen Trans-Fettsäuren, die sich negativ auf den Organismus auswirken.

